die intervalle werden kürzer, die wecktöne lauter, die des handys vermischen sich mit denen des weckers, aufstehen, ja, aber es ist tag und ich bin am airport. es schneit, er ist viel zu dünn angezogen in seinem lifferschen t-shirt. ich will ihm sagen, dass er diesmal nicht nach asien fliegt, sondern in die usa. er lacht sein zahnpasta-lachen, ruft "london". ja klar, london, aber dann, dann bitte oregon oder sowas, dieses auslandssemester soll er antreten und sich bitte.bitte in heathrow nicht einfach auf dem absatz umdrehen und die nächste maschine nachhause nehmen, nach berlin, wo wir damals lebten. nun kenne ich ihn besser, weiß, wie er sich lachend über alles hinwegsetzt, verhindern kann ich es trotzdem nicht. am gleichen abend also zurück. neue pläne: montpellier. das ist näher, dort besuchst du mich dann, ja? es schneit immer noch, er hört nicht auf vom sommer zu schwärmen und von den platanen und von der universität dort; ich sage zu allem ja, hauptsache er verschwindet aus meinem leben und sei es nur für ein halbes jahr. später werde ich ihm das offenbaren, noch später wird er mir fragen stellen, die sich nicht beantworten lassen. aber jetzt muss ich erstmal los. es schneit, das auto hat immer noch keine winterreifen und richtig warme stiefel, so dachte ich, würde ich hier am rhein auch nicht brauchen.
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Als Kinder einer Alleinerziehenden sind sie sehr selbständig; und sie haben eine Antenne für den richtigen Moment, genau den, in dem ihre Mutter ein bisschen Energie übrig hat und Aufmerksamkeit, die man locker in Anspruch nehmen kann. Erstaunen und ein wenig Mitleid lese ich in ihrem Blick auf längst Erwachsene, die zur Unzeit quengeln und fordern.
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So schnell wieder das alte Lied: Überdruss.
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Sieben Jahre vergingen. Mit Kirsch und Wacholder
Spült er ihr Antlitz aus seinem Gehirn. [B. Brecht]
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Ihr damals jugendlicher Lover
ruft an um mitzuteilen, dass er
die Vierzig überschritten habe.
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Das nostalgische Gefühl, wenn jemand, dessen private Rufnummer man auf gut Glück aus dem Telefonbuch gefischt hat, sich an einem Sonntagmorgen freundlich mit dem Nachnamen meldet und dann ohne Arg und Frag den Hörer weitergibt an die Person, von der man auch nicht viel mehr als den Vornamen kennt.
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Es komme schon vor, dass sie beim Lesen privater Briefe zum Rotstift greife.
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perfect ebayée:
nicht sofrieden, ware war verschmust.
echt erkerlich - klappt nix wie geahnt.
scheiße verpackt und auch noch fresh.
sehr schnelle abficklung. gerne wieda.
zieht toll aus und vorne auch betrugt.
tbc
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Ich mag keine Hunde. Noch weniger mag ich Hundebesitzer. Und am allerwenigsten mag ich Hunde mit ihren Besitzern in meiner Wohnung.
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Sie zumindest wird sich nicht fragen müssen, was sie sich bei der Chose gedacht hat; sie wird alles nachlesen können in ihrem Blog und sie wird es hassen. Dann.
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Feldsalat mit Walnüssen aus Nachbars Garten und eher krümeligem Roquefort. Sonst nichts (außer Riesling).
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Heute in der sogenannten Mobilitätszentrale...
musste ich mich zum Amusement der anwesenden (und wie ich Einlass begehrenden) Jugendlichen mal wieder als Testkundin ausgeben, die den Laden aufmischt, indem sie den Hinterausgang als Eingang benutzt und den Herren Sachbearbeitern vorführt, wie grauenhaft immobil sie daherkommen.
[Und ja, das Abo habe ich nach zehn Jahren gekündigt; aber gekommen war ich, um die nicht zugestellten Bustickets fürs erste Quartal 2010 abzuholen.]
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Ich will die Wahrheit gar nicht wissen,
warum also schlecht Gelogenes annehmen?
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Sturmfrei.
Alle wieder sicher in den eigenen Nestern gelandet.
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